Der Film „Sie sind geblieben“ – Fortsetzung des Projekts „Wenn die Worte fehlen“ (2024) – porträtiert Menschen mit Migrationsgeschichte, die seit vielen Jahren in Thüringen leben. Er zeigt persönliche Wege des Ankommens, ihre Motivation sowie ihren Beitrag zum gesellschaftlichen Zusammenleben. Gleichzeitig macht der Film deutlich, mit welchen Herausforderungen Betroffene im Umgang mit Rassismus und Diskriminierung weiterhin konfrontiert sind.
Rund 40–50 Gäste nahmen an dem Abend teil, darunter Fachkräfte, Studierende, Menschen mit eigener Migrationserfahrung und interessierte Bürger*innen aus Erfurt und Umgebung. Nach der Begrüßung durch Josina Monteira, Leiterin der AG Frauen und Migration, folgten die Filmvorführung und eine lebendige Podiumsdiskussion.
Die KAUSA-Landesstelle Thüringen, seit vielen Jahren aktiver Teil des Netzwerks und der AG Frauen und Migration, brachte ihre Expertise sowohl in die Planung als auch in die Umsetzung der Veranstaltung ein. Darüber hinaus war KAUSA durch Sopio Kaplan doppelt vertreten: als Protagonistin im Film und als Diskutantin auf dem Podium. In ihrem Beitrag betonte sie die Bedeutung beruflicher Integration, Empowerment und Sichtbarkeit von Frauen mit Migrationsgeschichte sowie die Rolle von Netzwerken und Bildungszugängen für nachhaltige Teilhabe.
Ein interkulturelles Tanz- und Begegnungsprogramm bildete den Abschluss des Abends. Es bot Raum für Austausch, Bewegung und ungezwungene Gespräche und trug zu einer offenen, verbindenden Atmosphäre bei.
Ein besonderes Highlight war ein interaktives Feedback-Element: Die Gäste konnten Rückmeldungen geben und auf einer Weltkarte Orte markieren, die sie mit dem Gefühl von Heimat verbinden. Die Resonanz fiel durchweg positiv aus – insbesondere die Authentizität der Beiträge, die herzliche Atmosphäre und das gemeinsame Tanzen wurden hervorgehoben.
Der Film- und Tanzabend setzte einen starken Impuls innerhalb der Interkulturellen Woche und zeigte eindrucksvoll, wie kultureller Austausch, persönliche Geschichten und gelebte Vielfalt Brücken zwischen Menschen unterschiedlicher Herkunft schlagen können. Die gewonnenen Anregungen fließen in die weitere Arbeit der AG Frauen und Migration ein.

